Nachlese

Preisverleihung motiv Award 2016
Motiv Personal Consulting und FH OÖ/Fakultät für Management Steyr


MOTIV Personal Consulting und die Fakultät für Management der FH OÖ in Steyr prämierten am 9. Februar 2016 zum fünften Mal herausragende Abschlussarbeiten im Bereich Leadership & Human Resources mit einem Preisgeld von insgesamt € 1.200,00. Die Jury mit Mag. Christian Kneidinger (Personalleiter, Krankenhaus der Elisabethinen Linz), Mag. Peter Brandstätter (Vizedekan und Professor, FH Steyr), Mag. Ruth Arrich (Consultant, Motiv Personal Consulting) und Mag. Franz Auinger (Geschäftsführung, Inovato & Motiv Beratungsgruppe) wählte die Abschlussarbeiten aus, die im Rahmen einer Preisverleihung Studierenden und Gästen aus Wirtschaft und dem Gesundheits- und Sozialbereich im würdevollen Ambiente des Barock-Pfarrhofes in Ansfelden vorgestellt wurden.


Drei junge Steyrer FH-AbsolventInnen freuen sich über die Auszeichnung ihrer Abschlussarbeiten mit den Themen:



Mag. Ruth Arrich, Beraterin der MOTIV Personal Consulting und Moderatorin der Veranstaltung - erläuterte am Beginn warum die Inovato & Motiv-Beratungsgruppe Forschung im Bereich Leadership & Human Resources unterstützt: „Es ist uns wichtig, dass wir den Herausforderungen der Zukunft auch mit Ergebnissen aus der angewandten Forschung, die einen fundierten theoretischen Hintergrund hat, begegnen. Dabei wollen wir herausragende Arbeiten und ihre AutorInnen vor den Vorhang holen."
Dekanin FH-Prof. DI Dr. Margarete Überwimmer merkte in ihren Grußworten anerkennend an, dass die Abschlussarbeiten, in die viel Zeit und Energie hineingesteckt wurde, für die Praxis wirklich sehr relevant sind.


Personalarbeit unter neuen Vorzeichen
Mag. Franz Auinger, Geschäftsführer der Inovato & Motiv-Beratungsgruppe reflektierte gemeinsam in einem Talk mit den beiden Beraterkolleginnen Dr. Maria Ertl und Mag. Karin Ramsebner-Greunz aktuelle Entwicklungen.

  • Im Zeichen der neuen Beweglichkeit - alles ist mittlerweilen schon 4.0
  • Es beginnt tatsächlich eine 4. industrielle Revolution aufgrund der Digitalisierung

„Manchmal denkt man sich, vielleicht geht es uns so wie Menschen, die in der Nacht in einem gut ausgeleuchteten wärmenden Glashaus sitzen und wenig oder nichts von dem wahrnehmen, was sich außerhalb des Glashauses in der Finsternis abspielt, verändert. Sie erliegen im Schutz des Glashauses dem Trugbild der Sicherheit - Beständigkeit." Die wesentlichen 4 Prinzipien dieses neuen Paradigmas:

  1. Flexibilität und kurze Reaktionszeiten
  2. Eine hohe Autonomie und Eigenverantwortung
  3. Eine outside-in-Denke die die Hierarchie auf den Kopf stellt
  4. Ein gemeinsam verstandenes und getragenes Wofür

Das radikal Neue ist die Kompromisslosigkeit und Konsequenz, mit denen diese Prinzipien in der VUKA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität) eingefordert werden.

Wichtige Kompetenzen, um in dem agiler werdenden Umfeld bestehen zu können:

  • Lernfähigkeit - z.B. aus Fehler lernen
  • Selbstführungskompetenz - Prioritäten setzen
  • Ambiguitätstoleranz - Unsicherheiten und Widersprüche aushalten, mit Ängsten lernen umzugehen

Haltung/Rolle des Personalisten, der Führungskraft: Einbinden von Nahtstellen und Teammitgliedern in den Auswahlprozess - nicht nur die Führungskraft wählt aus, sondern auch die MitarbeiterInnen und KollegInnen. Die Führungskraft übernimmt nicht mehr die Alleinverantwortung für den Recruitingprozess sondern macht die Auswahl zu einer gemeinsamen Sache.

  • Personalisten müssen stärker weg von der traditionellen HRM-Rolle hin zu echten Mitgestaltern der Unternehmensentwicklung
  • Sie müssen vor allem auch als interner Berater des Top-Managements und der Führungskräfte in dieser Neuausrichtung des Unternehmens agieren

Aus Sicht der Management-Instrumente ist dabei zu beachten:

  • Das Mitarbeitergespräch in seiner traditionellen Form kann gut bei der Entwicklung der MitarbeiterInnen unterstützen und vor allem die Beziehungs- und damit die Vertrauensebene zu stärken
  • Vertrauen spielt eine wesentliche Rolle, da auf Führungsseite Loslassen angesagt ist, damit Selbstverantwortung auf MA-Ebene wirklich leben kann
  • Zielprozesse müssen in agilen Arbeitswelten viel flexibler gelebt werden, was mehr Reflexions- und Evaluierungsräume benötigt sowie prozesshaftes Agieren
  • Zusätzlich benötigt es aber übergreifende Dialogräume, in denen der gesamtunternehmerische Fokus hin zum Kunden gestärkt wird
  • Letztendlich muss eine intensive Reflexions- und Feedbackkultur gelebt werden



Präsentation der ausgewählten Arbeiten durch die PreisträgerInnen in Form einer Postersession
Die ausgewählten Abschlussarbeiten beschäftigten sich mit sehr aktuellen Themen, weisen eine hohe Praxisrelevanz auf und sind mit fundierten theoretischen Hintergründen aufbereitet. Die sehr spannenden Präsentationen der Preisträgerinnen weckten das Interesse der Gäste und es fand eine anregende Diskussion zu den Themen statt.

Bei Interesse zu den einzelnen Themen, senden wir Ihnen gerne auch die einzelnen Arbeiten zu bzw. stellen wir auch den Kontakt zu den Autorinnen her.




Bildergalerie der Preisverleihung


Das war der Motiv Award 2015: Nachlese Motiv Award 2015

Das war der Motiv Award 2014: Nachlese Motiv Award 2014

Das war der Motiv Award 2013: Nachlese Motiv Award 2013

Das war der Motiv Award 2012: Nachlese Motiv Award 2012